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Wie komme ich über eine Job-Absage hinweg?

Wie komme ich aus dem Loch heraus nach einer Jobabsage?

Kein Mensch mag Ablehnung und Kritik. Und wenn eine Jobabsage ins Haus trudelt, fühlt man sich erstmal nicht gewollt und zweifelt an sich selbst. Was habe ich falsch gemacht? Warum hat ein anderer Bewerber mehr überzeugt als ich? Ist es nicht die erste abgelehnte Bewerbung, trifft es einen noch härter. Das Selbstwertgefühl ist im Keller und man ärgert sich auch über die Mühe, die man in die Bewerbung gesteckt hat – für nichts und wieder nichts. Besonders schwer ist der Moment, in dem man anderen gegenüber zugeben muss, „versagt“ zu haben. Häufig zögern abgelehnte Bewerber diese Information hinaus und erklären im Freundeskreis, dass sie noch nichts gehört haben. Dabei verstärkt dieses Verhalten das ungute Gefühl im Bauch nur noch. Nach der Trauer über die Absage folgt meist der Ärger. Gern werden Schuldige gesucht und das Unternehmen, bei dem man sich beworben hat, bekommt sein Fett weg. Selbst schuld, wenn die mich nicht haben wollen! Leider gibt es Menschen, die ihrem Ärger über eine abgelehnte Bewerbung dann auch öffentlich Luft machen und den Arbeitgeber im Netz schlecht bewerten. Das ist unprofessionell und man sollte von solch einer „Rache-Aktion“ unbedingt absehen. Nach dieser Phase kommt häufig das Selbstmitleid, in dem man sich tagelang suhlen kann. Diese Phase verführt dazu, sich hängenzulassen, statt mit neuem Elan an die nächste Bewerbung zu gehen. Dabei sollte man sich selbst ein Limit setzen, wenn man eine Jobabsage erhält: Nicht länger als einen Tag trauern, ärgern, schmollen oder jammern. Alles andere ist Zeitverschwendung und macht die Laune nur noch schlechter und einen selbst immer träger. Natürlich ist eine Jobabsage doof, aber es ist eben auch nur eine Jobabsage. Wer weiß, ob nicht genau diese Absage dazu führt, dass man kurz darauf seinen Traumjob findet? Deswegen macht es mehr Sinn, wenn man – anstatt sich über eine Absage zu ärgern – die Niederlage konstruktiv angeht. Was kann ich das nächste Mal besser machen? Was kann ich ändern? War die Stelle wirklich die richtige für mich? Habe ich realistische Vorstellungen? Wer weiß, vielleicht lässt sich doch noch etwas Kleines ändern, was dann beim nächsten Mal den Ausschlag gibt? Der Blick muss in die Zukunft gerichtet werden, mit der „Niederlage“ muss abgeschlossen werden – loslassen ist das Zauberwort. Wenn es zu viele Absagen hintereinander hagelt, macht es vielleicht Sinn, ein Bewerbungscoaching zu absolvieren.

 

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