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Durchstarten trotz Corona - welche Jobs jetzt gefragt sind

Die Wirtschaft liegt am Boden und noch ist nicht abzusehen, wie lang es dauern wird, bis sie sich wieder erholt hat. Bei nicht wenigen Bürgern liegen die Nerven blank. Entweder sie haben ihren Job durch die Corona-Pandemie verloren, stehen kurz davor oder kämpfen sich durch Kurzarbeit und Homeoffice. Aber so unsicher die Zeiten auch sind, wichtig ist jetzt, sich für die Zukunft zu wappnen. Denn die Corona-Krise zeigt, welche Jobs über die systemrelevanten Berufe wie Arzt/Ärztin, Krankenschwester/Pfleger oder Supermarktkassierer/in hinaus krisenfest sind. 

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Die Berufsbilder verändern sich, andere Fähigkeiten als bisher sind gefragt. Menschen mit sogenannten Soft Skills - wie Kreativität und Flexibilität - können Veränderungen und Krisen neugestalten. Daher ist vor allem Lernbereitschaft gefragt. Wer sich jetzt – in Zeiten der Krise - weiterbildet, steht danach mit besseren Berufschancen da. Hier sollte sich jeder fragen: Was kann ich dazu lernen? Was wird zukünftig gefordert sein? Was wird sich verändern und wie möchte ich mich in Zukunft beruflich engagieren? 

Immer deutlicher zeigt sich, dass es einen Digitalisierungsschub geben wird. In vielen Berufen werden IT-Kenntnisse unabdingbar, wie sich auch in den Stellenangeboten und Jobbörsen zeigt. Viele Schulen sind beim Homeschooling an ihre Grenzen gestoßen, weil die digitalen Möglichkeiten und Kenntnisse gefehlt haben. Da außerdem noch nicht abzusehen ist, wann Fachkräfte aus dem Ausland wieder nach Deutschland einreisen dürfen, wird sich der Fachkräftemangel eventuell noch verschärfen. Es fehlt an Fachkräften im Gesundheitssektor, aber auch in Wirtschaftsbereichen wie dem Baugewerbe oder bei der Daten- und Informationsverarbeitung

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Jeden Monat fehlen außerdem laut der Agentur für Arbeit 10.000 Saisonkräfte. Ob in der Landwirtschaft, im Lebensmitteleinzelhandel oder im Bereich Verpackung und Logistik – hier wird jede Unterstützung gebraucht, um die Krise zu bewältigen.

Aber welche Branchen gehen gestärkt aus der Krise hervor? Biotech- und Medizintechnikunternehmen gehören zu den Gewinner-Branchen der Krise. Überhaupt sind es vor allem technische Berufe, die derzeit gute Perspektiven haben: App-Entwickler/innen, Programmierer/innen, IT-Experten/Expertinnen, KI-Experten/Expertinnen (KI = Künstliche Intelligenz), Datenschutzbeauftragte: Alles, was mit Daten, Programmieren, Social Media zu tun hat, boomt. Gewinner in der Krise sind außerdem Firmen, die pharmazeutische Produkte herstellen, Apotheken, Versand- und Online-Handel, Korrespondenz- und Nachrichtenbüros sowie Markt- und Meinungsforschung. Selbstverständlich kann es natürlich sein, dass hier nur kurzfristig die Nachfrage steigt, andererseits ist derzeit noch überhaupt nicht abzusehen, wie lang die Krise noch andauern wird.

Während der Corona-Krise hat man auf jeden Fall noch einmal besonders gemerkt, in welchen Berufen es – weiterhin – an Personal mangelt: Lehrer/innen, Erzieher/innen, Ärzte/Ärztinnen, Pflegekräfte. Ob sich hier in den nächsten Jahren etwas ändern wird, wird sich zeigen.

So unsicher die Zeiten derzeit auf dem Jobmarkt sind, eins ist sicher: Wer die Zeit jetzt für sich nutzt, kann als Gewinner aus der Krise hervorgehen.